Es gibt auf dem Markt ein vielfältiges Angebot an Zentralstaubsaugern, unter dehnen auszuwählen nicht einfach ist. Deshalb wird eine Kaufentscheidung häufig "aus dem Bauch heraus" gefällt. Ob diese Wahl richtig war, stellte sich erst im Nachhinein heraus.
Wir haben im Folgenden dieses Durcheinander für Sie entwirrt und Transparenz in das Angebot gebracht.
Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Zentralstaubsaugern:
Markengeräte und Nonamegeräte.
Von den Nonamegeräten sollte man grundsätzlich die Finger lassen, es sind meist Geräte von geringerer Qualität aus Fernost oder Südeuropa.
Ein Zentralsauger soll eine Anschaffung für das Leben sein und die nächsten Jahrzehnte seine Aufgabe problemlos erfüllen.
Markengeräte werden von Unternehmen produziert, die sich teilweise einige Jahrzehnte mit der Entwicklung und dem Verkauf von Zentralstaubsaugern befasst haben. Nur diese Unternehmen haben die Erfahrung erworben, Garantiezeiten, Ersatzteilgarantien und Kulanzregelungen nicht nur zu versprechen, sondern auch umzusetzen.
Die Markengeräte unterteilen sich wiederum in zwei Kategorien:
Die Geräte mit Zyklon- oder Hubfiltern und die Geräte mit Staubcontainern (Beuteln).
Viele Vertreiber einer Geräteart sprechen sich gegen die jeweils andere Geräteart aus.

Tatsache ist, bei beiden Systemen setzen sich nach längerem Gebrauch die Poren der Filtermedien zu und die Saugleistung läßt nach.
Es müssen entweder die Staubbeutel ersetzt werden oder die Feinfilter gereinigt oder ersetzt werden. Bei Geräten mit Staubfiltertüten geschieht dieses ab einer Tütenfüllmenge von ca. 90 %, da dann die freie Filterfläche zu klein geworden ist, um genügend Luft passieren zu lassen.
Zwischenzeitlich produzieren viele Hersteller auswaschbare Feinfilter, die bei ca. 30° in der Waschmaschine gewaschen werden können. Dieses erspart zwar die Folgekosten für die Tüten, ist aber eine schmutzige Angelegenheit bei der Demontage. Da niemand gerne den Dreck in der Waschmaschine hat, sollte hier vorgespült werden. Die Entleerung erfolgt bei Tütengeräten durch Austausch der Tüten, bei Zyklongeräten durch Auskippen des Schmutzbehälters in die Mülltonne. (Eine Ausnahme machen hier lediglich die exklusiven Wasser u. Waschzentralsauger, siehe hierzu Rubrik: Zentralstaubsauger - H²O)
Grundsätzlich ist die Entscheidung für ein Beutel- oder Zyklongerät jedoch recht einfach, denn die Grundlage liegt einzig und allein in Ihren eignen, individuell verschiedenen Bedürfnissen und Anforderungen. Ein weiterer Unterschied bei Zentralsaugern besteht in der Kühlung des Motors.
Hier gibt es zwei verschiedene Ausführungen:
Die eine Motorenart, der sog. Trough flow-Motor wird über die Saugluft gekühlt.
Die zweite Motorenart, der sog. Bypass- oder Tangential Motor, wird über separat angesaugte Luft gekühlt.
Der etwas später entwickelte und ursprünglich auch teurere, Bypass-Motor, wurde von einigen Staubsaugerherstellern als die Innovation schlechthin betrachtet und fortan in Ihre Geräte eingebaut. Der etwas höhere Preis wurde mit größerer Langlebigkeit erklärt und die Geräte mit besserer Qualität beworben.
Wichtig ist zu wissen, dass Markenzentralstaubsauger im Gegensatz zu Hausstaubsaugern, bei regelmäßiger Wartung für eine Lebenserwartung von 40 Jahren und mehr produziert werden.
Der Unterschied in der Lebenserwartung der Trough flow-Motoren und Bypass-Motoren liegt jedoch nach Auswertung von Langzeittests bei höchstens 1-2 Jahren.
Hersteller von Geräten mit separater Kühlluftansaugung verschweigen jedoch gerne, dass ein Bypass- oder Tangentialmotor ohne Kühlluft nur eine ganz kurze Lebensdauer hat. Ein Gerät mit separater Kühlluftansaugung kann nur in Räumen installiert werden, die über genügend Nachschub an Kühlluft verfügen. Keinesfalls kann so ein Gerät in einer kleinen Abstellkammer, einem Schrank, einer verschließbaren Garderobe oder einem anderen Raum ohne ausreichende Frischluftzufuhr eingebaut werden. In solchen Räumen würde das Gerät in kurzer Zeit die vorhandene Luft soweit erwärmen, dass es anschließend heißläuft.
Ebenfalls sollten Geräte mit separater Kühlluftansaugung nicht in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit wie Garagen, außen liegenden Räumen und feuchten Kellern eingesetzt werden, da sie feuchte Luft ansaugen, sodaß Feuchtigkeit im Gerät kondensiert, wo dann die Korrosion einsetzt.
Für diese Einsatzzwecke eignet sich ein Trough flow-Motor wesentlich besser, da hier die Motorwärme durch die Saugluft (Lufttemperatur des besaugten Raumes) abgeleitet und gleichzeitig einer Korrosion entgegengewirkt wird.
Zusammenfassend kann man sagen: In Räumen die keine hohe Luftfeuchtigkeit haben und über ausreichend Zuluft verfügen, eignet sich ein Gerät mit Bypass- oder Tangentialmotor.
In allen anderen Fällen sollte man sich für ein Gerät mit Trough flow-Motor entscheiden.
Generell sollte ein Allergiker, immer ein Gerät mit Staubcontainern wählen, damit er bei der Schmutzfrachtentsorgung / Entleerung nicht mit den Allergenen im Staubbehälter in Berührung kommt.
Ein Nichtallergiker ist bestens mit einem Zyklongerät bedient.
Alle Varianten (Zyklon / Tüten + Bypass oder through-flow) arbeiten gleichwertig mit den neuen Wärmerückgewinnungsanlagen für Zentralstaubsauger zusammen.
Für welchen Hersteller des in Frage kommenden Markengerätes Sie sich letztendlich entscheiden ist gleichwertig, denn alle Markenhersteller arbeiten mit der selben Motorentechnologie, teilweise sogar mit den selben Motoren.
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